Reiseinformationen

Wenn eine Reise bevorsteht, dann gibt es viele Fragen.

Wie kommt man nach Indien, wer darf wie einreisen und was braucht man dazu?
Worum muss man sich vor der Einreise kümmern, worum während der Reise?
Was gilt es für Sicherheit, Gesundheit und kulturellen Austausch zu beachten?

Wir haben die wichtigsten Hinweise für Sie auf indien.travel erfasst und tragen ständig die neusten Informationen für Sie zusammen:

Einreisebestimmungen

Für eine Reise nach Indien ist ein noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass und ein Visum erforderlich.Das Indien-Visum wird von den Vertretungen Indiens (Botschaften und Konsulate in Deutschland) ausgestellt. Zur Beantragung des Indien-Visums muss ein Antragsformular von einem Visadienst online ausgefüllt werden.

Sie benötigen folgende Dokumente für den Visum-Antrag bei einem Visadienst:
– Ein Ausdruck des ausgefüllten Online-Antragsformular (keine Kopie, kein Fax)
– Zwei identische Original-Passfotos (Format 5×5 cm, randlos, in Farbe, weißer Hintergrund)
– Ihren Original-Reisepass, der mindestens noch 6 Monate über die beantragte Visagültigkeit hinaus gültig ist

Prozession am SonnentempelDiese Dokumente senden Sie an den für Sie zuständigen Visadienst, und bekommen später Ihren Pass, Visa (und die Rechnung) zurück. Ein Indien-Visum für Touristen bekommen Sie ab ca. 80 € pro Person. Touristenvisa werden grundsätzlich mit einer Gültigkeitsdauer von 6 Monaten ab dem Tag des Ausstellungsdatums ausgestellt, wobei mehrmalige Einreisen möglich sind (multiple entry visa). Jedoch kann nach erfolgter Ausreise aus Indien eine erneute Einreise grundsätzlich erst nach zwei Monaten erfolgen.Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige können sich kurzfristig ändern, ohne dass das Auswärtige Amt hiervon vorher unterrichtet wird. Es wird daher empfohlen, vor einer geplanten Reise, bei der zuständigen indischen Auslandsvertretung Auskünfte über die gültigen Einreisebestimmungen einzuholen. Nicht deutsche Staatsangehörige informieren sich bitte beim zuständigen indischen Konsulat ihres Landes über die Einreisebestimmungen.

 

Indischer Fischer bei der Arbeit

Sicherheit

Indien ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Reiseland. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier Probleme mit Straßenkriminalität, angefangen von kleineren Taschendiebstählen über organisierte Banden auf Märkten und in Fußgängerzonen bis hin zu bewaffneten Überfällen nachts in dunklen Seitenstraßen oder fragwürdigen Vierteln. Man sollte sich vor Augen halten, dass ein Großteil der Bevölkerung weit unter dem Existenzminimum lebt. In den Augen dieser Menschen ist jeder ausländische Tourist unermesslich reich. Daher gilt die weit verbreitete Meinung, dass eine kleine Umverteilung zu Gunsten der ärmeren Bevölkerung nur gerecht ist. Es gibt deshalb eine Vielzahl von außerordentlich geschickten Taschendieben, die oft in Gruppen arbeiten. Vor allem bei größeren Menschenansammlungen sowie während der Fahrt im Bus oder Zug besteht die Gefahr, einiger Dinge entledigt zu werden. Dies gilt besonders in den Touristenzentren. Ihr Tourenleiter wird Sie am ersten Tag der Reise ausführlich zu Sicherheitsmaßnahmen beraten.

Bitte konsultieren Sie für aktuellste Informationen auch die Seiten des Auswärtigen Amtes.

Flussufer in VaranasiGesundheit

Die folgenden Tipps zu gesundheitlichen Risiken während der Reise sind nur ein erster Überblick. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Nur dieser kann Sie umfassend beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, dass einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit nötig ist bis die Immunisierung ihre Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Schwerwiegende Tropenkrankheiten sind in den von uns bereisten Gebieten (außer Dschungel!) normalerweise nicht zu befürchten. Da sich die Gesundheitssituation jedoch schnell ändern kann, möchten wir Sie dringend bitten diese Fragen mit Ihrem Hausarzt oder besser noch mit einem Tropenarzt abzuklären.

Vor der Reise
Bitte besuchen Sie einige Wochen vor der Reise Ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen. Außerdem gibt es einige Orte, an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren. Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin, die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de. Dazu gehören auch für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) sowie gegen Polio, Mumps, Masern, Röteln (MMR) und Influenza.

Während der Reise
Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen durch verschmutztes Wasser und/oder schlechtes und ungewohntes Essen. Als kleine Eselsbrücke sollten Sie sich die alte Regel „Cook it, peel it or forget it“ (koch es, schäl es oder vergiss es) merken. Essen Sie nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen, auf das Steak medium sollte verzichtet werden, ebenso auf Eis (Getränke ohne Eis bestellen!), offene Fruchtsäfte und Milch. In den Hotels oder Lodges einer Rundreise jedoch können Sie Salate, Obst und Säfte ohne Bedenken genießen.

Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser, sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen oder vorbehandeltes, abgekochtes Wasser. Dasselbe gilt auch für das Zähne putzen! Zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis.

Auch die Sonne ist für Mitteleuropäer ungewohnt – die Sonneneinstrahlung ist in Äquatornähe wesentlich höher ist als in Deutschland! Tragen Sie Hut und Sonnenbrille. Außerdem empfiehlt sich (auch bei bewölktem Himmel) die Benutzung von Sonnencreme mit einem Lichtschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr. Vergessen Sie nicht, sich besonders in den Dschungelregionen ganztägig und auch nachts gegen Mücken zu schützen.

Impfungen
Bitte überprüfen Sie, ob Sie die Üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio, Tetanus, Pertussis usw. wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B und Tollwut zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.Gelbfieberimpfung ist bei Einreise aus allen Ländern mit endemischen Gebieten – sowie aus Trinidad und Tobago – vorgeschrieben, ausgenommen sind Kinder unter 6 Monate. Eine Gelbfieberimpfung kann gelegentlich auch bei Einreise aus südafrikanischen Ländern (z.B. Simbawe) verlangt werden, die laut WHO nicht zu den endemischen Gebieten gehören. Bei der Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung erforderlich.

Für weiterführende Informationen zum Thema Tropenkrankheiten und Gesundheitsrisiken auf Reisen empfehlen wir Ihnen, sich auf den folgenden Internetseiten zu informieren:

CRM Centrum für Reisemedizin
Weltgesundheitsorganisation (auf Englisch)
Liste der Gelbfieberimpfstellen
Robert Koch Institut

Schutz gegen Malaria
Die Übertragung der Malaria erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles- Mücken. Die Beschwerden bei einer Malaria (Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall, u. a.) sind meist uncharakteristisch und von einer Grippe oder einer ähnlichen Erkrankung nicht zu unterscheiden. Bei rechtzeitiger Diagnosestellung kann auch die Malaria tropica zuverlässig behandelt werden, ohne dass es zu bleibenden Schäden oder Beschwerden kommt. Malaria tritt ganzjährig mit saisonalen Schwankungen auf. Außer in Höhenlagen über ca. 1500 Meter besteht in Indien ganzjährig ein mittleres Übertragungsrisiko für Malariaerkrankungen mit saisonalen Schwankungen: besonders in den Monaten während und nach der Regenzeit steigen die Fallzahlen an. Das Risiko ist im Tiefland im Nordosten und im Bundesstaat Orissa am höchsten und nimmt vom Norden und den zentralen Landesteilen nach Süden hin ab. Dabei handelt es sich landesweit in über der Hälfte der Fälle um die potentiell lebensbedrohliche, durch Plasmodium falciparum verursachte, Malaria tropica. Es gibt keinen absolut sicheren Schutz vor einer Malariaerkrankung. Ein ausreichender Schutz vor Stechmücken (Expositionsprophylaxe), insbesondere während der Dämmerung und nachts, ist der wichtigste Schutz vor einer Malariaerkrankung.

– Das Tragen langer, heller und gegen Insekten imprägnierter Bekleidung im Freien,
– Das konsequente Einreiben aller Hautflächen mit einem geeigneten Repellent und
– Das Benutzen imprägnierter Moskitonetze während der Nacht oder
– Der Aufenthalt in Mücken-geschützten Räumen (Fliegengitter, Klimaanlagen) vermindern das Risiko einer Übertragung deutlich und schützen auch vor anderen stechmückenübertragenen Erkrankungen wie Dengue – Fieber, Chikungunya und Japanischer Enzephalitis.

Die vorbeugende Einnahme von Medikamenten (Chemoprophylaxe) wird nicht generell empfohlen (dtg.org) und ist nur in Ausnahmefällen zu erwägen. Aufgrund des Risikos in Indien, gefälschte Medikamente zu erwerben, ist das Mitführen eines verschreibungspflichtigen Malariamittels zur so genannten Notfalltherapie angeraten. Die individuelle Auswahl des Medikaments und mögliche Nebenwirkungen, beziehungsweise Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten, müssen entsprechend dem Reiseverlauf und persönlichen Umständen mit einem Tropen- oder Reisemediziner vor Ausreise besprochen werden. Beim Auftreten von Fieber nach einem Aufenthalt in Indien ist eine umgehende Vorstellung beim Arzt mit dem Hinweis auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet immer notwendig.

Morgenstimmung am Taj MahalVersicherungen

Wir empfehlen unseren Reisegästen dringend den Abschluss einer Krankenversicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug nach Deutschland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit dessen ist zwar sehr gering, es können dabei jedoch Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch eine Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten. Um einen optimalen Versicherungsschutz für Gepäck, Reiserücktritt, Abbruch, Krankheit und Unfall sowie Notfall zu gewährleisten, empfehlen wir Ihnen die Versicherung rechtzeitig abzuschließen.

Der Monsun zeigt sein GesichtVerhalten als Reisender in Indien

Kleidung
Die Auswahl der richtigen Kleidungsstücke hängt von der Reiseart und Reisezeit ab. Generell sollte man bedenken, dass es von Oktober bis Februar in Rajasthan recht kühl werden kann. Für längere Fahrten wie z.Bsp. mit dem Zug sollte ein warmer Pullover griffbereit sein. Ein paar feste Schuhe sind bei den staubigen Straßen empfehlenswert. Gegen die starken Sonnenstrahlen hilft eine Kopfbedeckung. Sollte es Ihnen zu kalt während der Nacht sein, können Sie um im Hotel um eine zusätzliche Decke bitten. Für den Besuch von Tempeln und anderen heiligen Stätten sind lange Hosen und langärmlige Oberbekleidung vorgeschrieben. Beim Betreten eines Tempels, einer Moschee oder eines Privathauses zieht man die Schuhe aus und lässt sie vor dem Eingang stehen. Wem das Barfußlaufen unangenehm ist, sollte ein Paar Socken im Handgepäck haben.

Fotografieren
Wir möchten Sie bitten, Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis zu fotografieren. Manche lassen sich z.B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen, usw.

Praktische Tipps
Es ist besser ordentlich angezogen zu sein. Man braucht sich keineswegs steif und formell anzuziehen, sondern kann ruhig bequeme Kleidung wählen, die den Körper weitgehend bedeckt, aber kurze, knappe Kleidung, Shorts, Sonnentops und Strandkleidung, unbedeckte Schultern und freier Rücken sind nicht angemessen.

Fühlen Sie sich nicht beleidigt, wenn eine indische Frau zögert, Ihnen die Hand zu geben. Normalerweise gibt man in Indien nicht die Hand, besonders nicht Frauen, sondern grüßt mit “Namaste”, einer Geste, die an eine Gebetshaltung erinnert, bei der die beiden Handflächen zusammengelegt werden. Öffentliche Gesten der Zuneigung zwischen Mann und Frau sind in Indien nicht üblich und werden besonders von der älteren Generation missbilligend gesehen. Vermeiden Sie daher bitte derartige Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit.

Drogenmissbrauch und Drogenhandel werden strengstens verfolgt. Der Besitz von Drogen ist in Indien ein ernsthaftes Vergehen und wird streng bestraft!

Almosen erzeugen noch mehr Bettler, lösen aber die zugrunde liegenden Probleme keineswegs! Aus diesen Gründen sollten Sie die Bettelei nicht noch mit Ihrer Großzügigkeit weiter fördern. Wenn Sie wirklich Gutes tun wollen, fragen Sie Ihren Tourenleiter/Guide danach und spenden Sie Geld an eine Schule, ein Waisenhaus oder eine andere Einrichtung, aber nicht an Straßenbettler (auch wenn diese noch so rührige Geschichten auftischen!)

Nehmen Sie sich vor Kundenwerbern in Acht, die angeben, Sie auf der Einkaufstour zu beraten und billige Preise für Sie auszuhandeln! In solchen Fällen werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit erst recht abgezockt.

Benutzen Sie die Safes der Hotels für Wertsachen. Lassen Sie Geld oder Wertsachen nicht offen im Zimmer liegen.

Tischsitten in Indien sind ganz anders als zu Hause. In einem typischen indischen Haushalt mag es weder Teller, Messer, Gabeln oder Löffel zu Tisch geben. Die Inder benutzen die rechte Hand zum Essen. Das heißt jedoch nicht, dass Gäste keine Gabeln oder Löffel benutzen dürfen.

Von Wolken umhüllter Taj MahalZusätzliche Informationen

Währung
Die Landeswährung ist die Indische Rupie (INR). Die kleinere Einheit ist die Paisa, wobei 100 Paisa 1 Rupie entsprechen. Die indische Währung darf weder ein- noch ausgeführt werden. Fremde Währung darf in beliebiger Höhe eingeführt werden, muss aber bei einem Wert über 2.500 US-Dollar Bargeld oder bei gemischte Währung im Wert von über 5.000 US-Dollar bei der Einreise auf einem besonderen Formular (Currency Declaration Form) deklariert werden. Es gibt Scheine im Wert von 10, 20, 50, 100, 500 und 1000 Rupien. Gelegentlich findet man auch Scheine im Wert von 1, 2 und 5 Rupien. Münzen beginnen im Wert von 5 Paisa, dann 10, 20, 25, und 50 Paisa. Der Kurs für einen Euro beträgt etwa 67 Rupien.

Der Euro ist als Zahlungsmittel überall in Indien bekannt und wird dort genauso akzeptiert wie der US-Dollar. Wegen der Umtauschdifferenzen ist es am praktischsten, den Hauptanteil des Reisebudgets in Euro zu bestreiten. Umtauschmöglichkeiten findet man in den internationalen Flughäfen, aber auch zahlreiche Hotels tauschen für ihre Gäste Geld um. Die großen Banken bieten ebenfalls viele Umtauschmöglichkeiten. Die Banken in Indien sind meist von Montag bis Freitag von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr geöffnet. Außerdem gibt es die Möglichkeit das Geld in Wechselstuben umzutauschen. Allerdings können nur autorisierte Geldwechselstuben fremde Währung in Rupien umtauschen. Die Umtausch-Quittungen sollten auf jeden Fall aufgehoben werden.

Ein Rücktausch nicht verbrauchter Rupien ist bei der Ausreise nur mit einer solchen Quittung möglich. Viele Stellen, vor allem große Geschäfte und Hotels akzeptieren die gängigen Kreditkarten (MasterCard, Visa, u.a.). Geldautomaten gibt es in Indien in größeren Städten, werden als ATM bezeichnet und funktionieren erstaunlich gut. EC-Karten werden akzeptiert – die Karte muss das “Maestro” Symbol tragen. Die Kosten für eine Abhebung hängt natürlich von Ihrem Geldinstitut ab, dürften aber bei ca. 3 EUR bis 5 EUR liegen. In Indien ist es eine beliebte Ausrede kein Wechselgeld zu haben. Manchmal gibt es Bonbons als Wechselgeld. Besonders auf dem Lande und in kleineren Dörfern sollte man deshalb genug Kleingeld dabei haben. Bitte checken Sie ebenfalls beim Geldwechsel den Zustand der Geldscheine. Zerfledderte und angerissene alte Geldscheine sind schwer wieder loszuwerden.
Stromversorgung
Wie in Europa wird in Indien Wechselstrom von 230-240 Volt benutzt. Hauptsächlich gibt es dreipolige Steckdosen, mit denen nicht alle europäischen Zweipolstecker kompatibel sind. Die Mitnahme eines internationalen Adapters empfiehlt sich. Da Stromausfälle in Indien häufig sind, gehört eine Taschenlampe zur Standardausrüstung.
Telefon
Möchten Sie nach Indien telefonieren, dann wählen Sie die internationale Vorwahl für Indien 0091, gefolgt von der Ortsvorwahl ohne führende Null. Beispiel: +91 – (0) 11 – 24 61 5148 wird dann zu 00 91 11 24615148. Beachten Sie auch die Zeitverschiebung, wenn Sie anrufen!

Sollten Sie länger in Indien verweilen, dann empfiehlt es sich, ein Mobiltelefon zu kaufen bzw. mitzubringen. Europäische Handys funktionieren auch in Indien und können preisgünstig mit der SIM-Karte eines indischen Netzbetreibers ausgestattet werden. Eine “Pre-Paid-Card” kostet ca. 150 Rupies (ca. 3 Euro). In jeder großen Stadt gibt es Internetcafés. Eine Stunde surfen kostet ca. 50 Rupies (rund 1 EUR).
Mit der Bahn unterwegs

Eine Zugfahrt in Indien, speziell über Nacht – im Schlafabteil – ist ein Erlebnis. Die Schlafabteile haben 2×2 Betten (Ober- und Unterbett auf jeder Seite) und sind im Normalfall mit einem Vorhang zum Gang abgetrennt. Man teilt sich das Schlafabteil mit anderen Fahrgästen. Es werden Kissen, Laken und Decke während der Fahrt bereitgestellt. Der Wagon ist während der Fahrt abgeschlossen. Bitte nehmen Sie sich während der Zugfahrt Toilettenpapier sowie Feuchttücher mit. Für längere Zugfahrten ist ein Mp3-Player, Spiele, Buch und vor allem eine Taschenlampe im Handgepäck zu empfehlen. Damit kann man sich gut die Zeit vertreiben. Eine Sanitäranlage befindet sich ebenfalls im Wagon.

Die Sauberkeit können wir nicht garantieren. Im Allgemeinen wird die Zugtoilette sauber gehalten – besonders in den klimatisierten Zugabteilen. Diejenigen die einen europäischen Standard im indischen Zug erwarten, werden aber enttäuscht! Man kommt schnell mit den Mitreisenden ins Gespräch und sieht eine andere Landschaft, als von der Straße aus. Ebenfalls interessant ist das Gewimmel auf den Bahnhöfen, die Teeverkäufer, die mit ihrer monotonen Stimme ihren Tee anpreisen: Chai! Chai! Chai!, die Fahrgäste die ihr Picknick im Zug ausbreiten und typisch für Indien mit ihrer rechten Hand essen und die verschiedenen Händler, die unbedingt ihre Ware an den Reisenden verkaufen wollen … Eine Zugfahrt ist einfach ein Ereignis!

Rast am Fuße indischer GipfeReiseausrüstung

Je nachdem für welche der verschiedenen Varianten man sich entscheidet Indien zu erkunden, variiert natürlich auch die Reiseausrüstung. Außerdem ist die Ausrüstung auch stark von der Saison und der jeweiligen Reiseregion abhängig. Daher unterscheiden wir 4 verschiedene „Sets“ von Reiseausrüstung: Ausrüstung für Kulturreisen, für Natur- & Safarireisen, sowie für Trekkingreisen und Bergsteigen & Expeditionen in Indien.

Selbstverständlich handelt es sich nur um allgemeine Auflistung von notwendigen oder empfehlenswerten Ausrüstungsgegenständen und berücksichtigt keineswegs individuelles Reisegepäck. Die Listen geben eine Orientierung und können bzw. müssen sogar individuell ergänzt werden.

Ziel beim Packen sollte es generell sein: soviel wie nötig und so wenig wie möglich.
Oft wechselt man während der Reise fast täglich die Unterkunft und zu viel Gepäck hindert auf einer Reise eher, als das es etwas nützt. Bitte beachten Sie bei Ihrer Zeitplanung auch unbedingt, dass die Anschaffung von neuen Ausrüstungs-gegenständen (v.a. Schuhe, Schlafsäcke und Rucksäcke) einige Zeit in Anspruch nehmen kann.