Land & Leute

Indonesien besticht durch seine Vielseitigkeit. Die unzähligen Inseln aus denen Indonesien besteht beheimaten zahllose Tiere und Pflanzen. Von Komodo-Waranen über Gorillas und Orang-Utans, von Palmen, welche unendlich weiter Traumstände säumen bis hin zu Melonen und Bananen wächst und gedeiht die Flora und Fauna in Indonesien und zieht Reisende in ihren Bann. Kulturinteressierte kommen in den vielen Tempeln des Landes auf ihre Kosten und auch Abenteurer erleben Einmaliges, wenn sie zum Beispiel einen Vulkan besteigen.

Unter den folgenden Punkten finden Sie wichtige Informationen, die Ihnen helfen Indonesien und seine Bewohner besser zu verstehen.

Der Tempel Pura Besakih auf der Insel Bali.Geografie

Die äquatoriale Inselkette ist bezüglich Fläche und Einwohnerzahl der größte Staat Südostasiens, der weltgrößte Inselstaat sowie mit knapp 240 Millionen Einwohnern die viertbevölkerungsreichste Nation der Welt. Die Landfläche Indonesiens verteilt sich auf 17.508 Inseln, von denen 6044 bewohnt sind. Die Hauptinseln sind Sumatra, Java, Bali, Borneo (Kalimantan), Sulawesi und Neu Guinea (Westpapua).

Nördlich von Indonesien liegen Malaysia, Singapur, die Philippinen und Palau, östlich Papua-Neuguinea und Osttimor, südlich Australien und im Westen und Süden der Indische Ozean. Gegen die Malaiische Halbinsel mit dem westlichen Malaysia und Singapur wird Indonesien durch die Straße von Malakka abgegrenzt und in Richtung philippinische Inseln durchläuft die Grenze die Celebes-See.

Das indonesische Inselreich durchziehen eine große Anzahl von Meerengen, flachen Nebenmeeren und Seebecken. Im Norden verläuft eine der wichtigsten Wasserstraßen, die Straße von Malakka, von der Andamanen-See in die Karimata-Straße, die nördlich in das Südchinesische Meer und südlich in die Java-See führt. Die größte und wichtigste Stadt Indonesiens ist die Hauptstadt Jakarta, die das Handels- und Finanzzentrum darstellt. Weitere wichtige Städte sind Surabaya, Medan und Bandung.

Indonesische Männer beim musizierenPolitik & Gesellschaft

Indonesien ist seit 1945 eine Präsidialrepublik und sehr geprägt durch die asiatische Finanzkrise, dem Sturz des diktatorischen Präsidenten Suhartos 1998 und den ersten freien Wahlen seit 1999. 1946 erlangte das von den Niederlanden kolonisierte Indonesien die Unabhängigkeit. Das niederländische West-Irian und das nach schweren Auseinandersetzungen Ende 1999 von Indonesien unabhängig gewordene ehemals portugiesische Ost-Timor, wurden später eingegliedert. 88% der Indonesier sind muslimischer Religion, des Weiteren gibt es einige Christen, Hindus und Buddhisten. Amtssprache ist Bahasa-Indonesisch. Es werden rund 250 Sprachen und Dialekte gesprochen, da jede ethnische Gruppe verschieden spricht. Englisch, Niederländisch und Arabisch sind Schulpflichtsprachen.

Klima

In Indonesien herrscht äquatorial-tropisches oder monsunal-tropisches Klima. Man unterscheidet zwei Jahreszeiten, die weniger durch die Temperatur, sondern vielmehr durch die Niederschlagsmenge bestimmt sind. Da das konkrete Wettergeschehen sehr komplex ist und von Region zu Region variiert, nachstehend eine kurze Übersicht über die Regenzeiten der wichtigsten Inseln:

Insel Regenzeit Insel Regenzeit
Java fast ganzjährig Kalimantan Oktober – März
Bali Oktober – April Sulawesi November – April
Sumatra November – März Molukken April – August

Indonesien bietet Traumstrände soweit das Auge reichtIndonesien zählt zu den größten Regenwaldgebieten der Welt. Auf Borneo, Sumatra, West-Java, Papua, den Molukken und Sulawesi herrscht immerfeuchtes Tropenklima. Temperaturen schwanken im Jahresverlauf kaum und liegen im Mittel zwischen 25°C bis 27°C. Bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 95% und vorherrschender Windstille spricht man auch von tropischer Schwüle. Auf dem übrigen Java, den kleinen Sundainseln und den Aruinseln bestimmt der Monsun das Klima. Er sorgt für gleich bleibend hohe Temperaturen, die aber innerhalb von 24 Stunden Schwankungen von 6°C bis 12°C unterliegen können. Der Nordostmonsun führt vorwiegend trockene Luft mit sich und löst dadurch eine Trockenzeit (Wintermonsun genannt) aus. In dieser niederschlagsarmen Zeit werfen die Bäume ihre Blätter ab und durchlaufen eine Art Ruhephase, in der die sogenannten Monsunwälder (lichte, grüne Wälder mit einer ausgeprägtenF Krautschicht) entstehen. Der Südwestmonsun nimmt über dem warmen Meer Feuchtigkeit auf und führt über dem Festland zu hohen Niederschlägen, die am Tag bis zu 50 mm erreichen können und oft zu Überschwemmungen führen.

Die beste Reisezeit für Bali ist von April bis Oktober. Während der Regenzeit oder dem Monsun kommt es zu kurzen und heftigen Regenfällen die im Landesinneren noch stärker und länger ausfallen.

Wichtige Feiertage

In Indonesien leben Menschen, die unterschiedlichen Religionen angehören, zusammen. Diese Vielfältigkeit spiegelt sich auch in den Feiertage wider, die sich an den unterschiedlichen Kalendern der jeweiligen Religionen orientieren.

Christlicher, Chinesischer und Buddhistischer Kalender:
Januar: Neujahr und Tag der Stille
Januar: Chinesisches Neujahr
April: Ostern
Tag des 4. Monats nach Buddhistischem Kalender: Geburtstag Buddhas
Mai: Christi Himmelfahrt
August: Unabhängigkeitstag
Dezember : Weihnachten

Islamischer Kalender:
Rabi‘ al-awwal: Geburtstag des Propheten Mohammed
Radschab: Himmelfahrt Mohammeds
1./2. Schawwal (Eid al-Fitr): Fest des Fastenbrechens Ende des Ramadan
Dhu l-hiddscha(Eid al-Adha): Islamisches Opferfest
Muharram: Islamisches Neujahr

 

Traditionell geschmückte Mädchen