PROJETO PUMA, Brasilien

„Projeto Puma“ - Naturschutzorganisation für Puma  und Jaguar.Seit 1988 widmet sich die brasilianische Naturschutzorganisation „Projeto Puma“ der Erforschung und dem Schutz von Wildtieren, ins Besondere großer Raubkatzen wie dem Puma und dem Jaguar. 1993 hat sich „Projeto Puma“ zu einer NGO (Nichtregierungsorganisation) weiterentwickelt! Aufgrund seiner Forschung rund um das Thema „Katzen-Mensch-Interaktionen in der Nähe von menschlichen Ansiedlungen“ wurde „Projeto Puma“ Teil des IUCN/CSG-Katzenschutz-Aktionsplan. Oberstes Ziel der Forschung ist dabei, durch das Sammeln von Informationen Lösungsansätze zu finden, um bedrohte Wildtierpopulationen innerhalb und außerhalb von Schutzgebieten zu bewahren.

Seit einigen Jahren schon engagiert sich „Projeto Puma“ im Bereich des ökologischen Tourismus, der Aus- und Weiterbildung nationaler und internationaler Studenten und in der ökologischen Bewertung bzw. Zertifizierung von Waldgebieten.

Seit 2006 arbeitet „Projeto Puma“ am „Jaguar-Korridor-Projekt“. Dieses zielt darauf ab, Gebiete für die Erhaltung des Jaguars in der "Serra do Mar" (Paraná) an der südlichen Atlantik-Küste ausfindig zu machen und diese dauerhaft unter Naturschutz zu stellen. In dieser Gegend finden sich die letzten Reste des Atlantischen Tiefland-Regenwaldes, der einerseits viele Ähnlichkeiten mit dem Amazonas-Regenwald aufweist, zusätzlich aber eine hohe Anzahl von Arten hervorbringt, die so nur im Ökosystem des Atlantischen Regenwalds vorkommen. Neben dem Jaguar (Panthera onca) beherbergt der Atlantische Regenwald u.a. auch den Puma (Puma concolor) die Harpyie (Harpya harpya), das Riesengürteltier (Priodontes maximus), und versch. Affen-Arten. Diese Arten sind Indikatoren für den Zustand und die Verletzlichkeit des Ökosystems. Die von „Projeto Puma“ in den letzten Jahren gesammelten Daten bilden somit eine Grundlage für das Management und den Schutz der Jaguar-Lebensräume in diesem stark bedrohten Ökosystem.

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