Grüne Meeresschildkröte

Grüne Meeresschildkröte (Chelonia mydas)

Die Grüne Meeresschildkröte (oder Suppenschildkröte) ist eine von nur sieben Arten sog. Meeresschildkröten.
Allen Arten sind besondere Merkmale gemein:
– Umgestaltung der Extremitäten zu großen Paddeln,
– Panzer deutlich abgeflacht und stromlinienförmig,
– Einziehen des relativ großen Kopfes bei Gefahr nicht möglich,
– Salzdrüsen zur Regulierung des Salzgehaltes des Blutes,
– Philopatrie (wörtlich „Vaterlandsliebe“) bzw. Brutortstreue.

Die Suppenschildkröte gehört zu den größten Meeresschildkröten der Welt. Ihr ovaler bis herzförmiger Panzer erreicht eine Länge von bis zu 140 Zentimetern. Die Oberseite des Panzer variiert stark in verschiedenen Brauntönen mit grünlichen oder dunkelbraunen Zonen ist oliv bis braun. (Daher auch die im englischen Sprachraum übliche Bezeichnung „green turtle“ (Grüne Meeresschildkröte) bzw. die lateinamerikanische Bezeichnung „tortuga blanca“ („Weiße Seeschildkröte“).) Die Unterseite sowie die Nähte zwischen den Rückenplatten sind hellgelb. Die Extremitäten und der Kopf sind braun. Die am Kopf befindlichen Schuppen sind gelb gerandet. An den Vorderflossen haben die Schildkröten eine verlängerte Kralle.

Ausgewachsene Weibchen sind größer als die Männchen und können ein Gesamtgewicht von mehr als 150kg erreichen. Die Geschlechter können allerdings besser daran unterschieden werden, dass der Panzer beim Männchen am Ende spitzer zuläuft als beim Weibchen. Der Schwanz beim Männchen ist wie bei den meisten Schildkrötenarten deutlich verlängert.

Suppenschildkröten sind weltweit in allen tropischen und subtropischen Meeren zu finden, einschließlich des Mittelmeeres. Dort gehen die Schildkröten auf Nahrungssuche und hier findet wahrscheinlich auch die Paarung statt. Die Jungtiere der Suppenschildkröte sind Fleischfresser, die unter anderem Kalmare sowie die Eier von Fischen und Schwämmen fressen. Ausgewachsene Tiere ernähren sich vor allem vegetarisch und weiden sich durch die Seegraswiesen der Meere.

Die Schildkröte wird 40 bis 50 Jahre alt und erreicht die Geschlechtsreife mit 10 bis 15 Jahren. Zwischen Oktober und Februar ist die Paarungszeit. Es werden ungefähr 100 Eier von Tischtennisballgröße pro Gelege gelegt. Ein Weibchen legt mehrere Gelege innerhalb einiger Wochen. Die Eier benötigen etwa zwei bis drei Monate zur Entwicklung. Dabei bedingt die Temperatur während des Ausbrütens die Entwicklung der Geschlechter: Während bei 28 °C nur Männchen schlüpfen, schlüpfen bei 32 °C nur Weibchen. Wenn die Jungen ausschlüpfen, graben sie sich alleine den Weg aus dem Sand und eilen ins Meer. Die Suppenschildkröte lebt meist als Einzelgänger, Ausnahme ist die Zeit der Eiablage.

Nach der Paarung auf offenem Meer (zwischen Oktober und Februar) suchen die Weibchen zielstrebig ihren Geburtsstrand auf und legen dort ihre Eier ab (Philopatrie). Grüne Meeresschildkröten finden mithilfe des Erdmagnetfeldes ihre Brutstätten. Die Anzahl der von ihr genutzten Niststrände wird auf 44 geschätzt. Wichtige Brutgebiete sind: Rocas-Atoll im Südatlantik, Lacepedeinseln an der Küste Nordwestaustraliens, nordwestliche Hawaii-Inseln, türkische und nordzyprische Mittelmeerküste, Insel Ascension im Südatlantik, die Turtle Islands in der Sulusee und Tortuguero-Nationalpark in Costa Rica.
Bei der Eiablage ziehen sich die weiblichen Tiere in der Nacht mit ihren Flossen über den Sandstrand und graben eine etwa 30–50 cm tiefe Grube, in die sie die Eier legen. Nachdem die Eier gelegt sind, vergräbt sie die Schildkröte und macht sich auf den Weg zurück ins Meer. In der Regel finden sich innerhalb weniger Nächte alle Weibchen eines Strandes ein und legen ihre Eier. Entsprechend gleichzeitig können dann auch die Jungtiere schlüpfen, vorausgesetzt, ihr Gelege wurde nicht Opfer eines Nesträubers (z.B. Kleinbären oder Menschen).
Pro Gelege werden vom Weibchen ca.100 Eier (tischtennisballgroß) gelegt. Ein Weibchen legt mehrere Gelege innerhalb einiger Wochen. Die Eier benötigen etwa zwei bis drei Monate zur Entwicklung. Dabei bedingt die Temperatur während des Ausbrütens die Entwicklung der Geschlechter: bei Temperaturen über 29,9 Grad entwickeln sich Weibchen; bei niedrigeren Temperaturen Männchen. Wenn die Jungen ausschlüpfen, graben sie sich alleine den Weg aus dem Sand und eilen ins Meer. Das gleichzeitige Eiablegen und Schlüpfen ist ein effektiver Schutz gegen Nesträuber & Fressfeinde, die sowohl auf dem Land, aus der Luft und im Wasser warten. Dennoch erreichen von Tausenden geschlüpften Jungschildkröten nur wenige Individuen als Erwachsene wieder ihren Brutstrand. Ihre Geschlechtsreife erreichen die Grüne Meeresschildkröten mit 10 bis 15

Die Schildkröte wird 40 bis 50 Jahre alt und erreicht die Jahren.

Suppenschildkröten wurden wegen ihres Fleisches lange Zeit gejagt, auch ihre Eier waren begehrt. Da sie lange ohne Nahrung überleben können, dienten sie beispielsweise als lebender Schiffsproviant. Die Schlachtmethoden waren teilweise grausam: das Tier wurde an den Hinterfüßen aufgehängt und der Kopf mit einem schweren Gewicht hevorgezogen und abgetrennt. Kam man an den Kopf nicht heran, wurde ein glühendes Eisen auf den Panzer gehalten, so dass der Kopf heraus gestreckt wurde.[7]

Im 18. Jahrhundert wurden sie durch die Briten als Delikatesse entdeckt – die Schildkrötensuppe gehörte bald zu den international gefragtesten Gerichten der Haute Cuisine.

Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Jagd solche Ausmaße angenommen, dass die Suppenschildkröte auszusterben drohte. Seit 1988 steht sie durch das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen unter internationalem Schutz. Tierschützer und Organisationen bemühen sich um das Überleben der Art, unter anderem durch die Bewachung von Eiablagestränden in Florida, auf den thailändischen Similan-Inseln sowie an den Stränden im türkischen Nordzypern.

In Asien und der Karibik wird die Suppenschildkröte heutzutage immer noch als Delikatesse angesehen. Ein Lebensraum der Suppenschildkröte in Malaysia ist durch ein Erdgaskraftwerkprojekt sowie ein Eisen- und Stahlanlageprojekt gefährdet.

Den Namen „Suppenschildkröte“ trägt sie wegen ihrer Verwendung als Zutat für Schildkrötensuppe.