Wilderer-Problematik in Namibia

Traurige Tage für uns hier in Namibia:

Zunächst erschüttert uns der Fall zweier, uns gut bekannter Nashörner (Beppo & Hörnchen),
die für ihr Horn und für den asiatischen Markt Ihr Leben lassen mussten.
Die beiden Tiere lebten auf der Farm Ongos nördlich von Windhoek,
wo sie als Farm- und Familienmitglieder nicht nur den uns bekannten Besitzern,
sondern auch vielen Besuchern in lebendiger Erinnerung bleiben werden.
Die namibische Presse berichtet über den Vorfall:
http://www.az.com.na/polizei-gericht/zwei-nash-rner-abgeschlachtet.417094
Es bleibt die Hoffnung, dass die Entscheidungsträger im Land und im internationalen Handel endlich aufwachen und sich der sich zuspitzenden Situation annehmen.

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Auf Okomitundu wurden auch wir Opfer von Wilddieben,
die es neben unseren Wildtieren (zumeist Oryx) auch auf unsere Kamerafallen abgesehen haben.
Innerhalb einer Woche haben wir so insgesamt 2 Kamerafallen im Wert von mehreren Hundert Euros verloren. Neben dem finanziellen Verlust trauern wir auch um den Verlust wichtiger Daten (d.h. Fotos), die wir derzeit zur Bestimmung von Dichte und Verteilung von Wildtieren (Raubtiere und ihre möglichen Beutetiere) sammeln.

Ebenfalls in dieser Woche mussten wir ein nicht zur Farm gehöriges Pferd erschießen, das in die Drahtschlinge eines Wilderers geraten war. Der Draht fraß sich über mehrere Tage immer weiter in das Fleisch des Hinterbeines und hinterließ eine stark entzündete Wunde bis auf den Knochen. Es blieb uns keine andere Wahl, als das lahmende und abgemagerte Tier von seinen Leiden zu erlösen.

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